Michael Wolffsohn's Die Debatte über den Kalten Krieg: Politische Konjunkturen — PDF

By Michael Wolffsohn

ISBN-10: 3322926222

ISBN-13: 9783322926227

ISBN-10: 3810003689

ISBN-13: 9783810003683

I. So hat vor allem Kuniholm (1979) deutlich herausarbeiten konnen, dass der Kalte Krieg, anders als oft behauptet, nicht mit der Auseinandersetzung um europaische, sondern um nahostliche Gebiete begann. 2. In gewisser Weise wurde ich hier Nolte allerdings vorsichtig widersprechen, denn Elemente eines Kalten Krieges im Sinne der weitestgehenden Definition lassen sich z. B. in den Kriegen zwischen Napoleon und den Verfechtern der legitimistischen Ordnung oder auch in den Perserkriegen der Antike erkennen: Hier Polis, dort orientalische Despotie. Dies waren aber heisse Kriege, keine kalten. three. Zum Begriff der "Latenzphase" vgl. Nolte (1974: Kap. 10). four. Afghanistan 1979/80 wird von vielen ohnehin als Wende und Ende der Entspannung angesehen. five. Einen guten Einstieg in "Theorien" (eher wohl Mochte-gern-Theorien) der Ent spannung verschafft Wettig (1979). Er geht besonders ausfuhrlich auf vier Theorie ansatze ein: I) Konvergenztheorien; 2) Entspannung durch Zusammenarbeit, wobei besonders durch Handel eine neue Qualitat der politischen Kooperation angestrebt wird; three) Entspannung durch Kommunikation. Hier soll besonders durch transnationale Kontakte, durch das Kennenlernen der jeweils anderen Seite, ein Abbau der Feindbilder erreicht werden. four) Entspannung durch funktionale Verflechtung. Dieser Ansatz lehnt sich an funktionalistische bzw. neofunktiona listische Integrationstheorien an. Auf die Vielfalt der "westlichen" Entspannungs konzepte verweist derselbe Autor in Wettig (1979 a). Sie ist erganzend u. a. nachzulesen bes. in: Schwarz/Meissner (1979: Teil C: 147ff.

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Scheinbar antizyklisch verhielten sich die Post-Revisionisten. Doch wäre hier zu berücksichtigen, daß sich im Bereich Kultur und Wissenschaft (KW) in den USA bereits zu Beginn der 70er Jahre eine ungünstige Lage am akademischen Arbeitsmarkt abzuzeichnen begann, was wiederum in der Mikro-Umwelt der Wissenschaftler die nicht-privaten zwischenmenschlichen Beziehungen (ZMP) berührte. Hier verliefen die verschiedenen Zyklen demnach unterschiedlich. Prioritäten in bezug auf Ziele und Bereiche mußten gesetzt werden.

In den 60er Jahren bahnte sich nach der Kuba-Krise von 1962 die "Entspannung" an: 1963 Abkommen über Atomtests, Errichtung eines ,,heißen Drahtes" zwischen dem Weißen Haus und dem Kreml, 1967 der "Geist von Glassboro" (Johnson-Kossigyn), 1968 das Abkommen über die Nichtverbreitung von Atomwaffen. Und das alles trotz und während des Vietnam-Krieges. Auch ideologisch wurde die kommunistische Führungsrnacht entdämonisiert: 1956 schon hatte die sogenannte Entstalinisierung begonnen, und in den 60er Jahren hatte die Sowjetunion nicht nur wie seit 1948 Probleme mit einem kleinen kommunistischen Land wie Jugoslawien ("Titoismus"), sondern vor allem mit einem so bedeutenden und großen kommunistischen Staat wie der VR China.

Anfang der 70er Jahre wurden Probleme sichtbar. Hier einige Daten: 1971 Lohnund Preisstop, Floating des Dollars und Beginn seiner Talfahrt, 1972 ist die Handelsbilanz erstmals seit 1893 negativ, 1973 Ölschock, 1974 ,,negatives Wachstum". Abgesehen von den Revisionisten Fleming und Williams könnte auch die wirtschaftliche Erfolgsbilanz der USA während der 50er Jahre eine positive Input-Größe dem eigenen System gegenüber gewesen sein, zumal etablierte Autoren wie Feis (Jahrgang 1893), Halle (Jahrgang 1910) und McNeill (Jahrgang 1917) die Weltwirtschaftskrise von 1929 bis 1933 und die danach nur mühsam erfolgende wirtschaftliche Gesundung bewußt miterlebt hatten (Interaktion von W, ZMP, ZMP).

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by Steven
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